Das Volk der Twi’lek



Ein Twi’lek ist ein humanoides Lebewesen, das dem Mensch nicht ganz unähnlich ist. Diese Spezies stammt vom Planeten Ryloth, der im Äußeren Rand der Galaxis liegt.

Äußeres

Diese Rasse, die den Menschen durch Gesicht und Körperbau so unglaublich ähnlich erscheint, unterscheidet sich vom Äußeren her durch zwei gravierende Dinge. Da wären erstmal die sogenannten Lekku. Die sind zwei tentakelartige Kopfschwänze, die sich an ihrem Hinterkopf befinden. Diese sind so etwas wie Fortsätze des Gehirns, die das zentrale Nervensystem darstellen. Sie speichern zusätzlich Erinnerungen und dienen dazu noch der nonverbalen Kommunikation. Die zweite sehr gravierende Sache, die einen Twi’lek vom Mensch absondert, ist die Hautfarbe dieser Rase. Der bekannte menschliche Hautton tritt bei einem Twi’lek nie auf, doch dafür findet man sie in den verschiedensten Farbtönen wieder, von weiß über blau bis grün, und schließlich gibt es da noch das eher selten auftretende rot. Doch außer diesen eher bekannten Farben treten auch noch solche seltenen Farben wie Orange und Violett als Hautfarben der Twi’lek auf. Die meisten Twi’leks sind schlanke und groß gewachsene Wesen, deren durchschnittliche Größe 1,60 bis 2,10 Meter misst.

Verhalten

Twi’lek gelten als listig, sehr gerissen, berechnend und charismatisch. Ungern lassen sie sich in die Angelegenheiten anderer verwickeln, weswegen sie in Gefahrensituationen eher untertauchen. Sie planen lieber ihre Schritte statt sich wagemutig ins Geschehen zu stürzen. Aus diesen Gründen sind sie in der galaktischen Gesellschaft oft als Söldner, Piraten, Geschäftsmänner, und Sklavenhändler auffindbar. Letzteres ist eigentlich recht verwunderlich, auf Grund dessen da ihre eigene Art oft zu Sklaven gemacht wird. Sie sind dazu noch sehr talentiert was die Selbstdarstellung betrifft, ein Talent das ihnen recht oft hohe Positionen in ihrem jeweiligen Gewerbe einbringt. Dieses Talent ist vollkommen unbeeinflusst davon ob sie nun als ehrliche Geschäftmänner oder listige sowie gerissene, Kriminelle tätig sind. Die selben Gründe, die Twi’lek solche beruflichen Wege einschlagen lassen, sind es auch aus denen sie eher selten die Karriere eines Soldaten oder ähnlichem anstreben, auch wenn einiger Twi’lek dem Orden der Jedi beitreten, oder einfach nur ihre Wege studieren. Die meisten Twi’lek agieren aber dennoch, lieber im Hintergrund.

Sprache

Ihre gewöhnliche Heimatsprache namens Twi’leki, die von anderen Rassen des Universums oft Ryl oder Rylothisch genannt wird, ist nicht die einzige Sprache die, die Twi’lek eigens für sich entwickelt haben. Eine weitere ist auf ihre Lekku abgeschnitten, und wurde schlicht nach diesen benannt. Diese Sprache kann nur von Twi’leks „gesprochen“ werden und man benutzt zur Kommunikation lediglich die Kopfschwänze. Diese Sprache wird ab und zu auch in Verbindung mit Ryl benutzt. Neben ihren Volkssprachen verstehen sie auch noch Basic, (wobei sie sich, um diese zu sprechen, oft als zu „fein“ betrachten, auch wenn sie sie verstehen) und ein Großteil ihrer Rasse erlernt Huttisch. Twi’leks besitzen zusätzlich eine Fähigkeit, die es ihnen leichter macht, andere Sprachen zu erlernen und zu beherrschen. Somit können sie viele der galaktischen Sprachen sich aneignen. Durch den Einsatz ihrer Lekku können sie vollkommen private Gespräche führen, selbst in der Öffentlichkeit. Diese können höchstens von anderen Twi’lek oder entsprechend programmierten Protokolldroiden verstanden werden.
Die Bedeutungen hinter den verschiedenen Bewegungen der Lekku zu entziffern, ist selbst für die bewährtesten Sprachwissenschaftler schwer meisterbar und bisher ist es keinem vollkommen gelungen.

Kultur

In der Gesellschaftsordnung der Twi’leks herrscht der Mann und dient die Frau. Das sorgt dafür, dass man Frauen als Schmuck und Anhängsel betrachtet, während die Männer die Clans anführen und ihre Macht zur Schau stellen. Twi’lek-Frauen werden von den Männern allgemein als dumm und unintelligent angesehen, weswegen ihre wichtigste Funktion eigentlich nur darin besteht, den Männern zu gefallen und ihre Wünsche zu erfüllen. Ein sehr einsames und widerwertiges Leben für eine eigenständig denkende Existenz.

Aus diesem Grund arbeiten die Frauen als Tänzerinnen, Masseurinnen, Begleiterinnen oder ähnlichen Berufen. Alle die Berufe, die in eine andere Richtung gehen und nicht zur Erheiterung des männlichen Geschlechts beitragen, sind für Frauen tabu. Doch Twi’lek-Frauen werden nicht nur von den Männern ihrer eigenen Art als attraktiv angesehen, sondern auch von Angehörigen anderer Spezies. Das führt dazu, dass sie von ihrem eigenen Clan häufig auf Sklavenmärkten verkauft werden und für ein sehr lukratives Geschäft sorgt. Selbst die eigenen Mütter betrachten ihre Töchter oft eher als Investition und weniger als Familienmitglieder, was daran liegt, dass es bei den Twi’lek oft von Nöten ist, die eigene Art als Schutzgeld zu verkaufen, um die Wirtschaft und den Fortbestand zu sichern. Nach der Gründung der neuen Republik nahm der Sklavenhandel ab und verschwand für lange Zeit sogar ganz bis Darth Krayt um 130 NSY alle Macht an sich riss. Das System war nun wieder unausgeglichen und der Kampf ums Überleben stets ein Teil des alltäglichen Lebens. In dieser eher kurzen Zeit seiner Herrschaft stieg der Sklavenhandel wieder ernorm und nahm innerhalb der letzten 50 Jahre nur gering ab. Dazu kommt, dass die Rückkehr der Sith mittlerweile erneut für einen Anstieg, des Sklavenverkaufs sorgte.

Eine uralte Tradition in der Gesellschaft der Twi’lek besagt, dass Gäste dazu verpflichtet sind, ihrem Gastgeber ein Geschenk mit zubringen, wann immer sie eintreffen. Hiermit bekundet man nicht nur Freundschaft und Wohlwollen, sondern es ist ebenso eine Gegenleistung für die Aufnahme in das Heim des Gastgebers. In den früheren Zeit wand man diesen Brauch nur bei zeremonieller Treffen zweier Clans an, doch mittlerweile ist er zwischen Raumfahrern und Stadtbewohnern, sowie bei geschäftlichen Besuchen anzuwenden.

In den meisten Städten auf Ryloth werden fremde, einreisende Spezies nur geduldet, keinesfalls akzeptiert. Man beobachtet sie bestenfalls aus gesellschaftlichem Interesse und empfängt sie auf kalte, abweisende Art. Keinem Fremdling ist es gestattet, die oberen oder niederen Ebenen der unterirdischen Städte zu betreten. Auch sind Fremdlinge noch viel mehr Verbote aufgelegt und Missachtung dieser Verbote kann sehr böse enden. Lediglich die Gegend rund um den Raumhafen darf von Angehörigen fremder Spezies, frei betreten und begutachtet werden.

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Text © by Jake
Quelle: jedipedia