Rote Garde



Die imperiale Ehrengarde ist eine Eliteeinheit des Imperiums und vielleicht die gefährlichste und unerbittlichste Gardeeinheit der Galaxie. Hauptaufgabe der rotgewandeten Soldaten ist der Schutz des jeweiligen Imperators, dem sie direkt unterstellt sind.

„Ein Imperialer Gardist strebt unter keinen Umständen nach Privilegien. Niemals. Sein einziges Ziel im Leben ist es, dem Imperator zu dienen und der Neuen Ordnung, die er ins Leben gerufen hat. Sein Lebensziel und sein letzter Wunsch im Tod.“         — Grodin Tierce

Entstehung


Die Beginne der Garde gehen auf die Zeit Palpatines zurück, der die Truppe damals zu seinen persönlichen Schutz gründete. Mit der Machtergreifung des ersten Imperators wurden diese Elitetruppen zur persönlichen Leibgarde und einem Symbol für die Herrschaft des Imperiums. Die Garde zerfiel nach Palpatines Tod. Zur Zeit des neuen Imperiums wurde eine ähnliche Organisation, die imperialen Ritter gegründet, die allerdings durchweg ausgebildete Machtsensitive waren und lediglich einem einzigen Imperator treu ergeben.

Watermoores Vorgänger schließlich hat die neu, moderne Ehrengarde wieder ins Leben gerufen, die wieder dem historischen Vorbild ähnelt, wenn man davon absieht, dass sämtliche Mitglieder nicht Machtsensitiv sind. Da das existierende Imperium sich von der Herrschaft der Sith emanzipiert hat scheint dieser Schritt nur konsequent.


Aufgaben und Stellung innerhalb des Imperiums


Die Garde untersteht dem direkten Befehl des Imperators und stellt in erster Linie seine persönliche Leibwache dar, deren Aufgabe es demzufolge ist das Leben des Imperators mit allem was nötig ist zu schützen. Des Weiteren stellen sie so etwas wie eine immer verfügbare Einsatztruppe für den Imperator dar und sind eines der wichtigsten Symbole seiner Herrschaft. Neben dem Schutz selbigen fallen demnach also auch der Schutz anderer hochrangiger Mitglieder der Imperiums, die Sicherung und Unterstützung diplomatischer Missionen, die Durchführung und Unterstützung verdeckter Geheimdienstoperationen, sowie heikle Gefechtseinsätze zu ihrem Aufgaben. Ganz prinzipiell ist ihr Platz immer dort wo der Imperator sie hin entsendet, sie sind gewissermaßen sein verlängerter Arm.

Aufgrund ihrer besonderen Aufgaben nimmt die Garde innerhalb der militärischen Hierachie eine Sonderrolle ein, da sie aus der normalen Befehlskette ausgegliedert ist. Obwohl ‚nur‘ von einem Captain angeführt empfängt die Garde ausschließlich Befehle vom Imperator selbst an und unterstellt sich höchstens zeitweise einen anderen Befehlshaber. Verhalten, das nicht immer auf Gegenliebe bei den hochrangigen Militärs stößt, doch es sorgt dafür, dass jeder die Garde fürchten muss, denn vor ihnen ist jeder außer dem Imperator gleich. Diese Sonderstellung führt in Zeiten ohne einen Imperator zu der kuriosen Situation einer unabhängige militärischen Truppe, die per Gesetzt „dem Erhalt, der Stabilisierung, dem Wachstum und dem Gedeih des Imperiums, und der ihn repräsentierenden Körperschaftenn der Menschheit mit allen nötigen Mitteln“ verpflichtet ist.

Innerhalb des Imperiums gelten die Gardisten als unübertroffene, makellose und loyale Helden, die die Macht des Imperators voll und ganz verkörpern. Kaum eine Einheit sonst verkörpert die Stärke, den Ruhm des Imperiums so wie die Garde. Für Normalsterbliche spricht ein Gardist gewissermaßen mit der Stimme des Imperators und handelt unzweifelhaft in dessen Auftrag. Sie werden ebenso verehrt wie gefürchtet. Zahlreiche Gesetzte und umfangreiche Propaganda sorgen für umfangreichen Rechtsschutz der Gardisten und sichern ihm nahezu jedes erdenkliche zivile Hilfsmittel zu. Innerhalb der Politik und hohen Militärs kann die Sache natürlich durchaus anders aussehen und auch die gesetzlich zugesicherten Hilfen wollen nicht immer so freigiebig fließen wie man das von treuen Bürgern des Imperiums erwarten könnte, da Gouverneure und lokale ihre Macht nur ungern beschnitten sehen. Bemerkenswert ist wohl noch, dass es bei der Garde nur wenig Personenkult gibt. Nur äußerst selten wird ein individueller Gardist hervorgehoben und zum Kriegsheld, die Garde ist schlicht eine anonyme Institution, deutlich verbildlicht durch die gesichtslosen Helme ihrer Rüstung.


Aufbau, Rekrutierung, Mentalität


Die Sollstärke der Ehrengarde liegt bei 75 Mann mit etwa halb so vielen in der Ausbildung, zur Zeit gibt es allerding lediglich knapp 50 Gardisten. Die Ehrengarde wird von einem Captain, zur Zeit Jonathan Frakes, angeführt, der vom Imperator bestimmt wird. Üblicherweise entfällt in seinen Aufgaben Bereich die Aufgaben der Garde zu koordinieren, die richtigen Männer zu den richtigen Aufgaben zu entsenden Beförderungen zu vergeben und die Befehlsstrukturen seiner Garde zu formen. Prinzipiell handelt es sich bei der Garde um eine reguläre Militäreinheit die sich aus anderen Einheiten rekrutiert, allerdings gibt es auch hier eine Eigenheit. Jeder Gardist beginnt mit dem Rang eines Sergeant, unabhängig von seinem vorherigen Rang, so dass in der Ehrengarde keine einfachen Soldaten dienen. Ansonsten funktioniert die Kommando Hierachie genauso wie in jeder Einheit, sieht man davon ab, dass der Captain die höchste Position ist. Üblicherweise existieren neben dem Captain ein Commander als Stellvertreter sowie zwei bis drei höherrangige Offiziere die aus Unteranführer agieren.

Die Rekrutierung neuer Gardisten ist ein schwieriger Prozess. Offiziell wird jeder Gardist vom Imperator berufen, tatsächlich wird jeder von ihnen aufgrund umfangreicher geheimdienstlicherer Überwachungen ausgesucht. Ziel ist es ausschließlich die fähigsten, als auch die loyalsten und mental stärksten Soldaten des Imperiums zu rekrutieren. Deren Fähigkeiten werden in der anschließenden fünfjährigen Ausbildung weiter geschult, wobei die Ausbildung zwei Säulen umfasst.


Die Ausbildung


Säule 1 Fähigkeiten: Jedem Gardisten werden spezielle Fähigkeiten vermittelt, sowohl im Kampf als auch in zivilen Bereichen. Darüber hinaus werden die individuellen Stärken des Gardisten weiter ausgebaut. Jedes Training ist individuell auf den Gardisten zugeschnitten, um seine Stärken zu fördern und seine in der vorherigen Ausbildung Schwächen auszugleichen. Die Ausbildung erfolgt durch ehemalige Gardisten.

Folgende Bereiche werden jedem Gardisten vermittelt: Waffenkunde Schießtraining Nahkampf, bewaffnet und unbewaffnet. Die Gardisten greifen auf Echanitechniken zurück, die aus ihnen hocheffektive Nahkämpfer macht Fahrzeugkunde Grundlagen Diplomatie/Etikette Grundlagen Sprengstoffkunde Grundlagen Erste Hilfe Grundlagen Taktik Gefahrensituationsanalysen

Säule 2 Loyalität: Dem Gardisten wird durch brutale und zutiefst invasive Methoden eine nahezu unerschütterliche Loyalität eingebläut. Die Methode beinhaltet massiven Einsatz von Propaganda und psychologisches Methodik, ebenso wie gezielte Folter und Drogen um in dem Rekruten jedes Anzeichen von Feigheit, Verrat oder sonstige Schwäche auszulöschen. Der Begriff Gehirnwäsche trifft es hier wohl am besten und trotz der sorgfältigen Auswahl fallen rund 30% der Bewerber durch diesen Teil der Ausbildung, was eine Exekution zur Folge hat. Die Praxis Gardisten zum Schuss gegeneinander kämpfen zu lassen wurde inzwischen aufgegeben, dennoch ist dieser Teil der Ausbildung streng geheim und kaum jemand der nicht daran beteiligt ist kennt genauere Details.

Bei solch eine Ausbildung darf es einen nicht besonders wundern, wenn das Ergebnis fanatisch loyale, mental kaum bezwingbare Kämpfernaturen sind. In der Mentalität der Gardisten gibt es keinen Platz für halbherziges, für Zweifel oder Gedanken an sich selbst. Jeder von ihnen ist zu hundert Prozent bereit sein Leben jederzeit ohne Zögern für den Imperator und das Imperium zu opfern. Diese Leidenschaft lässt die Gardisten ausgesprochen furchtlos und entschlossen vorgehen und zusammen mit ihren exzellenten Fähigkeiten sind sie ein Gegner die selbst Machtsensitiven ausgesprochen gefährlich werden kann. Im meisten Fall ist der einzige Weg eine Gardisten zu überwinden ihn zu töten, Bestechung, Bedrohung oder auch andere Überzeugungsversuche sind von vornerein zum Scheitern verurteilt, denn für die Gardisten gibt es nur eine Wahrheit: Den Imperator. Und jeder von ihnen ist bereits durch eine Hölle gegangen und stärker daraus hervorgegangen, was ihnen ihre gnadenlose Entschlossenheit verleiht. So zumindest sollte es sein. So ist es in den meisten Fällen. Doch natürlich machen Menschen auch mal Fehler und niemand ist perfekt…


Ausrüstung/Gepflogenheiten


Traditionell sind die Gardisten in die charakteristische blutrote Rüstung gekleidet, bestehend aus einem gesichtslosen Helm, einer Brustplatte, Arm und Beinschiene, sowie der rote Umhang. Diese Erkennungssymbol trägt die Garde bei öffentlichen Auftritten, und wenn sie Personen schützt, bei expliziten Kampfeinsätzen gerade in unwegsamen Gebieten wird oft eine modifizierte Sturmtruppenrüstung verwendet. Wie nicht anders zu erwarten sind die Gardisten mit der neusten verfügbaren Militärtechnik ausgerüstet. Der Helm liefert ebenso ein verschlüsseltes Kommunikationsgerät für mittlere Reichweiten, wie Wärme und Nachtsichtsensoren und eine Atemvorrichtung die 3 Stunden Luft bietet. Die Rüstung selbst ist aus leichten und dennoch ausgesprochen widerstandfähigen Material und bietet selbst schon formidablen Schutz wird jedoch mit persönlichen Schildgeneratoren verstärkt. Ähnlich ausgerüstet sind die Sturmtruppenrüstungen, die den gesamten Körper bedecken und noch besser gerade gegen Umwelteinflüsse schützen. Das Atemgerät der Sturmtruppenvariante ist leistungsstärker ebenso die Kommunikationseinheit, ansonsten ist die Ausrüstung identisch. Abhängig von den speziellen Fertigkeiten des Gardisten könnend durchaus noch weitere Dinge zur Ausrüstung gehören.

Traditionelle Bewaffnung stellt die Energiepike dar, die in eigentlich allen Situationen angewendet wird. Dazu wird im Normalfall eine individuelle Blasterpistole getragen. In Krisensituationen kommen zusätzlich großkalibrige Feuerwaffen, Granaten und ähnliches dazu, wobei auch hier jeder Gardist die Wahl hat.


Gepflogenheiten


Die Garde hat unter Frakes ein umfangreiches Repertoire an Codezeichen verwendet. Es gibt eine Reihe von Befehlen die per Handzeichen übermittelt werden, sowie eine Art Geheimsprache in der kurze Befehle formuliert werden können. Es ist üblich sich innerhalb der Garde bei zufälligen Treffen, aber auch Wachwechseln oder sonstigen Begegnungen mit speziellen Zeichen oder wechselnden Phrasen zu begrüßen um etwaige Betrüger aufzudecken.

Darüber hinaus ziehen Gardisten anders als andere Militärs ihre Uniform aus, wenn sie sich privat bewegen und laufen entweder in Zivil oder den Ausgehuniformen ihrer Ex-Einheit herum. Eine Maßnahme um Aufruhr zu vermeiden.

Üblicherweise hat nur der Captain selbst das Recht sich direkt an den Imperator zu wenden. Falls der nicht da ist geht das Recht auf den nächst höheren Gardisten im Dienst über.



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Text © by Jonathan Frakes
Quelle: jedipedia