Mandalorianische Kultur


Mandalorianer, ein Wort, welches sich wiederum von dem eigentlichen Namen dieses Volkes ableitet (Mando’ade =“Kinder des Mandalore“), das in der Galaxis oft dasselbe Bild von schwer bewaffneten und durch ihre Helme anonymen Krieger hervorruft von denen es die unglaublichsten Geschichten bezüglich ihres Talent für den Kampf gibt. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesem Volk wirklich um eine Gemeinschaft des Kampfes, die als Nomaden durch die Galaxis zieht und dafür bekannt ist in besonderem Maße nach der Ehre zu streben.

Gleichzeitig handelt es sich bei den Mandalorianern um eines der ältesten Völker der Galaxis, die ihren Ursprung in den einst auf Coruscant beheimateten Taung finden. Diese gründeten diese Kultur des Kampfes und gaben sie an andere Lebensformen der Galaxis wieder, sodass sich die Kinder des Mandalore, ihres obersten Feldherren und Anführers, nicht über ihre Spezies definieren, sondern vielmehr über ihre Kultur, die alle brüderlich verbindet.

Verhalten

Das Verhalten der Mandalorianer ist natürlich streng ihrem Ehrenkodex und den Richtlinien ihrer Kultur angepasst, sodass diese Krieger meist recht ruhig agieren und sich erst einmischen wenn ihre Ehre verletzt wird oder allgemein die Interessen der Mandalorianer tangiert werden. Vorher halten sie sich meist zurück, da sie der Ansicht sind, dass sie die Angelegenheiten anderer Lebensformen nicht angehen beziehungsweise dass diese meist weit unter ihrem Niveau sind.
Dementsprechend bleiben Mandalorianer eher unter sich oder agieren als Einzelgänger, was sie nicht unbedingt sympathischer für andere Völker und Kulturkreise macht. Unterstützt wirkt diese Wirkung auf andere durch die Tatsache, dass sie meist recht stur die Ansichten ihres Volkes vertreten und sich keiner anderen Meinung auch nur annähern wollen.

Sollte man es doch einmal schaffen sie zur Tat zu bewegen, bewegt man die Mandalorianer doch meist eher zum Kampf als zu anderen Aktivitäten, was das Vorurteil geprägt hat Mandalorianer wären Berserker, die immer sofort zuschlagen würden, was jedoch nur bedingt stimmt, da vorher aufgrund ihres ruhigen Auftretens nicht beachtet werden. Zudem ist es fast die einzige Methode einen Krieger zu beleidigen, um ihn aus seiner Stille zu holen und darauf reagieren sie dementsprechend angewidert.

Sprache

Die Sprache der Mandalorianer ist auch als Mando’a bekannt und wird eigentlich von jedem Angehörigen dieses Volkes gesprochen; der einzige Grund warum ein Krieger des Mandalore diese Sprache nicht beherrschen und sprechen sollte sind anatomische Gründe, wie beispielsweise Wookiees, die aufgrund ihrer Stimmbänder die Laute nicht formen können. Oft ist Mando’a die erste Sprache, die einem jungen Mandalorianer beigebracht wird; meist noch bevor die Kinder Basic lernen.

Die Sprache selber ist recht hart und durch viele Ausdrücke geprägt, mit denen man militärische Situationen perfekt wiedergeben kann, was bei der Geschichte dieses Volkes mehr wie verständlich. Grammatik und Ausspracheregeln sind dabei recht einfach gehalten und erlauben es auch so neuen Mitgliedern die Sprache zu erlernen. Mando’a wurde wohl über die Jahrhunderte immer recht einfach eben aus diesem Grund gehalten, da die Mandalorianer nicht nur ihre eigenen Kinder in die Reihen des Mandalore aufnahmen, sondern auch jeden, der sich ansonsten für die Kultur interessierte und sich als würdig erwies.

Kultur

Die Kultur ist vor allem durch den Begriff der Ehre geprägt, welcher sich fast ausschließlich über das Resol’Nare, eine Art Verhaltenskodex, und den Ansichten des Mandalores definiert. Ist das Volk zwischenzeitlich ohne einen solchen Anführer, gibt es natürlich unterschiedliche Gruppierungen, die andere Ansichten diesbezüglich haben. Dennoch bleiben einige Tatsachen auch in diesen führerlosen Zeiten neben dem Resol’Nare bestehen.

Für die Mandalorianer ist der Kampf oft die einzige Methode zu wahrer Ehre zu gelangen, was, wie schon erwähnt, die Quintessenz ihrer Kultur ist und folglich mit sehr viel Ansehen verbunden ist. Um im Kampf eine gewisse Ehre zu erlangen, muss man verständlicherweise siegen, sodass der Sieg über allem steht. Anders als es von manchen Laien in der Galaxis angenommen wird verlangt die Gesellschaft und die Kultur dieses Volkes keineswegs von seinen Kriegern ehrenhaft im Sinne der allgemeinen Meinung zu kämpfen, sondern vielmehr den Sieg zu erringen.
Sicherlich wird es auch von den Mandalorianern geschätzt wenn man sich an gewisse Werte hält, aber wenn eben diese Werte das eigentliche Ziel unmöglich erscheinen lassen, können sie außer Acht gelassen werden. Diese Ansicht der Mandalorianer ist wohl ein Resultat aus jahrtausendlanger Entwicklung, in der die Ehr- und Wertvorstellungen an einigen wichtigen Momenten der Geschichte den Sieg der Mandalorianer verhindert haben.

Neben dem Kampf ist die Familie ein bedeutender Faktor in der Kultur der Mandalorianer, wobei der Begriff Familie sich in diesem Volk nicht unbedingt immer auf die Blutsverwandtschaft zurückführen lässt. Zur Familie gehört natürlich ein jeder Blutsverwandter, viele andere Mitglieder des mandalorianischen Volkes aber auch Außenstehende, die sich in den Augen eines Kriegers in Dingen wie Ehre und Tauglichkeit bewiesen haben. Auf diese Weise verfügt das Volk des Mandalore über relativ offene Sozialstrukturen, die es einem jedem erlauben sollten Teil dieser Gesellschaft zu werden, was auch wieder einen aus der Vergangenheit resultierenden praktischen Nutzen hat. Der zuvor angeführte Beweis ist neben diesen beiden Bereichen ein ebenfalls wichtiger Bestandteil der Kultur; so müssen sich nicht nur Fremde beweisen, um akzeptiert oder überhaupt in irgendeiner Form beachtet zu werden, sondern auch die eigenen Kinder, welche erst als vollwertige Krieger gelten wenn sie in einem Alter von 13 Jahren eine entsprechende Prüfung erfolgreich beendet haben.

Geschichte

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei den Mandalorianern um ein sehr altes Volk, das seine ersten geschichtlichen Erwähnungen als Mandalorianer wohl im Jahre 7.000 VSY findet und von dort an immer mehr an Bedeutung gewann.
Ihren ersten großen Auftritt auf der Bühne der Politik hatten sie wohl während des ersten Sith-Krieges, als Ulic Quel-Droma den Mandalore in einem Duell bezwang und sich so nach dem Ehrenkodex des Volkes sich dessen Loyalität sicherte. Die Sith wurden jedoch letztendlich besiegt und somit auch ihre verbündeten Mandalorianer, die sich unter einem neuem Anführer, Mandalore dem Ultimativen, neu formierten.
In dieser Zeit entstand auch das Gerücht der „vorübergehenden Niederlagen“ und die Hoffnung der Mandalorianer sich schnell von der Blamage der unehrenhaften Niederlage wieder befreien zu können, sodass bereits kurze Zeit später die ersten Truppen des Mandalore im Outer Rim ihr Unheil trieben und auf diese Weise auch die Ressourcen des Volkes wieder mit Rekruten und Rohstoffen auffüllten. Die Republik wollte sich erst in diesen Konflikt nicht einmischen, hatte jedoch nach dem Atom-Massaker auf Cathar keine andere Wahl als seine eigenen Interessen zu verteidigen und begann somit unter dem Kommando des Jedis Revans Krieg gegen die Mandalorianer zu führen.
Diese hatten ihr Ziel, die Republik erneut in einen Konflikt zu verwickeln, erreicht und sahen damit auch die Chance gekommen ihre Ehre im Kampf wiederzuerlangen; dieses Ereignis würden spätere Historiker allgemein als die „mandalorianischen Kriege“ bezeichnen, die ihr Ende in der Schlacht um Malachor V fanden, bei welcher die gesamte Flotte der Mandalorianer vernichtet und ihr Anführer im Kampf gegen Revan getötet wurde. Zwar hatten die Krieger den Kampf nicht gewonnen, aber sie sahen den Jedi Revan als einen so ehrenhaften Gegner an, dass sie beinahe stolz waren, dass er sie bezwungen habe.

In der Folgezeit wurde es ruhig um die Mandalorianer, die sich nun als Söldner und Kopfgeldjäger durchschlugen; Canderous Ordo, ein ehemals ranghoher Krieger des Mandalore und Weggefährte von Revan während der Sternenschmiede-Affäre, ist es wohl zu verdanken, dass die Mandalorianer ihren Einheitsgedanken behielten und diesen für die kommenden Jahrhunderte und Jahrtausende überdauern ließ.

Erst knappe 4000 Jahre rückten die Krieger wieder in den Fokus der galaktischen Öffentlichkeit, als sich zwei rivalisierende Clans oder besser Gruppierungen, auch bekannt als Deathwatch und die Wahren Mandalorianer, bekriegten und dabei öffentliches Interesse erregte, was zum Eingreifen der Jedi und der nahezu kompletten Vernichtung des mandalorianischen Volkes führte. Doch bereits einige Jahre später sollte die Idee des Kampfes und der Ehre in einer gewissen Form an die Klonarmee der Galaktischen Republik weitergegeben werden, wo viele Traditionen der Krieger übernommen wurden. Unter der Herrschaft des Imperiums keimte der Gedanke der alten mandalorianischen Traditionen erneut auf und mit Fenn Shysa erhob sich ein neuer Mandalore, der die Krieger, die sich über die Galaxis verteilt hatten, wieder vereinen wollte, um das Imperium von ihrer Heimatwelt Mandalore zu verteidigen. Infolgedessen agierten die Mandalorianer mit Rebellen-Allianz zusammen; ein Bündnis, das später im Vong-Krieg auf die Probe gestellt werden sollte, als es den Anschein hatte die Mandalorianer würden mit den Invasoren paktieren. Insgeheim halfen die Mandalorianer der Republik jedoch weiterhin mit Informationen aus und wanden sich letztendlich doch gegen die Vongs, sodass alle Krieger nach dem Krieg wieder rehabilitiert werden konnten. Somit etablierten sich die Mandos unter Boba Fett zu einer festen Wirtschaftsmacht in der Galaxis, die durchaus schlagkräftig agieren konnte, aber nie wieder ihren alten Großmachtstatus wie zu den goldenen Zeiten 4000 Jahre zuvor erlangen konnte.


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Text © by Jerth
Quelle: jedipedia